Terrorismus-Lügen - Igel, Regine

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Doppeltes Spiel   Die Stasi ist mit der DDR untergegangen, aber ihre Offiziere,... mehr
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Doppeltes Spiel

 

Die Stasi ist mit der DDR untergegangen, aber ihre Offiziere, Agenten und IM sind noch unter uns, oft in einflussreichen Positionen. Ihre früheren Aktivitäten im terroristischen Untergrund sind bis heute nicht aufgeklärt. Regine Igel enthüllt anhand bislang unbeachteter Stasi-Akten, auf welch perfide Weise die Destabilisierung des Feindes im Westen betrieben wurde. Sie zeigt, wie eng der Ostberliner Geheimdienst nicht nur mit Linksterroristen und internationalen Terrorgruppen, sondern auch mit Rechtsterroristen kooperierte und welche Terror-Legenden man erfand, um die wirkliche Motivation der Täter zu verschleiern. Faktenreich, aufklärerisch, brisant.

Klappentext

Die Rolle der Stasi im deutschen und internationalen Terrorismus ist bis heute nicht aufgeklärt. Die Stasi-Unterlagen-Behörde verkündet: »Große Funde sind nicht mehr zu erwarten« und gibt damit die Botschaft aus: Weitere Aufklärung unerwünscht! Es bleibt schwierig, ein lückenloses Bild von den Umtrieben der Geheimdienste im Kalten Krieg zu zeichnen.

Die Terrorismusforscherin Regine Igel hat jedoch nach intensivem Aktenstudium sehr wohl »große Funde« zu bieten. Sie weist nach, dass es entgegen der Legende einer nur »gelegentlichen Hilfestellung« eine massive Unterstützung und Steuerung des Terrorismus durch die Stasi gab. Dies begann schon früh – zu Ulrike Meinhof, Horst Mahler und Dieter Kunzelmann fokussiert Igel den Blick auf überraschende Details über deren Nähe zum MfS und legt Geheimnisse und Merkwürdigkeiten offen.

Bei allem war der Ostgeheimdienst international vernetzt. Die DDR wurde zum Standort paramilitärischer Ausbildung und Knotenpunkt für den weltweiten Terrorismus: Topterrorist Carlos, die Führer palästinensischer Terrororganisationen und die in Deutschland nahezu unbekannte Japanische Rote Armee arbeiteten eng mit westdeutschen Terroristen zusammen und genossen durch Ostberlin nachweislich bis zum Ende der DDR finanzielle und logistische Unterstützung.

Regine Igel belegt stichhaltig, dass sich terrorismusmüde RAF-»Aussteiger« wie Inge Viett, Silke Maier-Witt, Susanne Albrecht keineswegs als brave DDR-Bürger zurückgezogen hatten. Sie standen auf der Gehaltsliste der Stasi und reisten rege zwischen BRD und DDR hin und her. Damit wird klar: Trotz offizieller Verurteilung des Terrorismus verfolgte der Ostblock das Ziel, die BRD über terroristische Anschläge zu destabilisieren. Zu diesem Zweck scheute man sich nicht, auch rechtsextreme Terroristen wie Odfried Hepp und Udo Albrecht zu unterstützen und ihnen ein schützendes Hinterland zu bieten.
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