COMPACT-Magazin Spezial Nr. 1 - Operation "Nationalsozialistischer Untergrund"

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Operation "Nationalsozialistischer Untergrund" – Neonazis, V-Männer und Agenten... mehr
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Operation "Nationalsozialistischer Untergrund" Neonazis, V-Männer und Agenten

84 Seiten, A4 Hochglanz, Rückenbindung

Im April beginnt der Prozess gegen die einzige NSU-Überlebende, Beate Zschäpe.Rechtzeitig dazu erscheint die erste COMPACT-Spezial: “Operation Nationalsozialistischer Untergrund – Neonazis, V-Männer und Agenten” mit brisanten neuen Informationen. Aufgrund von Angaben aus Ermittlerkreisen ergibt sich demnach folgender veränderter Sachstand:

  1. Beate Zschäpe hat mit den Morden erwiesenermaßen weitaus weniger zu tun, als der Geheimdienstmann Andreas Temme.
     
  2. Die Morde an neun Einwanderern (“Döner-Morde”) wurden zwar immer mit derselben Waffe, einer Ceska 83, begangen, aber von unterschiedlichen Tätern. Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos waren nur bei einem Teil der Verbrechen die wahrscheinlichen Mörder.
     
  3. Spuren am Tatort und Zeugenaussagen lassen einen Doppelselbstmord von Böhnhardt/Mundlos sehr unwahrscheinlich erscheinen – es gab einen dritten Mann… Diese und andere Fragen werden im ersten COMPACT-Spezial behandelt.


COMPACT-Spezial Nr. 1 | Vollständiger Inhalt


EDITORIAL

Editorial von Jürgen Elsässer, COMPACT-Chefredakteur (siehe weiter unten!)
Vorwort von Kai Voss, Autor von COMPACT-Spezial Nr. 1


Kapitel A: Staatsfeinde | von Kai Voss

Der dritte Mann – Leichen in Eisenach
Das Spukhaus in Zwickau – Beate Zschäpe auf der Flucht
Das Rätsel der Ceska – Mehmet packt aus
Die Spur des Rosaroten Panthers – Eine feuerfeste DVD
Mord, Lügen und Videos – Regisseure auf der Flucht
La dolce Vita – Das Leben im Untergrund

Kapitel B: von Jürgen Elsässer, Daniele Ganser und Kai Voss

Gladio  Die Geheimarmee der NATO
O-Ton CIA – “Agenten in aufständische Bewegungen einschleusen”
Gladio, RAF und Horst Mahler  Bommi Baumann über den Linksterrorismus
Verbindungsstelle 26  Gladio macht weiter
Neonazis, V-Männer und Agenten  Vom Spielen an zwei Tischen
Der Schäfer-Bericht  Szenen einer Anwerbung
Spurenbeseitigung – Das große Schreddern
V-Mann Tusche  Carsten Schultze und das Trio
Der Handyman  Kontakt ins Innenministerium
Der Pate, der Killer  Andreas Temme und der Mord in Kassel
Der türkische CIA-Agent – Mevlüt Kar in Aktion
Gladio in  der Türkei  Die Susurluk-Ermittlungen
Der Ku-Klux-Klan  Brennende Kreuze in Schwaben

Kapitel C: Opfer | von Kai Voss

Die Trauer, die Wut und die Fragen  Zur Arbeit der Polizei
Enver Simsek  9.9.2000, Nürnberg
Abdurrah Özüdogru – 13.6.2001, Nürnberg
Süleyman Tasköprü – 27.6.2001, Hamburg
Habil Kilic – 29.8.2001, Münster
Mehmet Turgut – 25.2.2004, Rostock
Ismal Yasar – 9.6.2005, Nürnberg
Theodorus Boulgarides – 15.6.2005, München
Mehment Kubasik – 4.4.2006, Dortmund
Halit Yozgat  6.4.2006, Kassel
Die Bombenanschläge  2001 und 2004, Köln
Michèle Kiesewetter – 25.4.2007, Heilbronn

Epilog | von Kai Voss

Die Organisation – Ein Faktenroman


Editorial zu COMPACT-Spezial Nr. 1
"Operation NSU – Neonazis, V-Männer und Agenten"
| von Jürgen Elsässer

Zuerst war die Rede von „Döner-Morden“, dann vom „Nationalsozialistischen Untergrund“. Beide Begriffe verharmlosen. Reden wir Klartext: Zehn Menschen wurden kaltblütig hingerichtet. Es war die grausigste Mordserie in Deutschland nach 1945. Und trotzdem konzentriert sich die Strafverfolgung auf eine kleine Gruppe Rechtsradikaler – und spielt die Rolle von Agenten herunter. Doch während man bei früheren Morden – John F. Kennedy, Siegfried Buback, Uwe Barschel – sowie beim 11. September 2001 den geheimdienstlichen Hintergrund nur mit einigem Aufwand aufdecken konnte, liegt er im aktuellen Falle offen zu Tage: Man hat in der Zwickauer Wohnung des Neonazi-Trios „echte falsche“ Alias-Papiere gefunden, die nur von Behörden ausgestellt werden können (vgl. S. 40ff.); der hessische Verfassungsschützer Andreas Temme („Klein Adolf“) war mindestens bei einem Mord zur Tatzeit am Tatort und in fünf weiteren in Tatortnähe (vgl. S. 50ff.); schließlich liegt ein Beobachtungsprotokoll des US-Geheimdienstes DIA vor, wonach sich mindestens ein Verfassungsschutzmann bei der Schießerei aufhielt, der 2007 in Heilbronn eine Polizistin zum Opfer fiel (vg. S.53ff).

Dass die Tatversion der Behörden nicht stimmt, ist offensichtlich: Die „magische Ceska“ der „Döner-Morde“ (vgl. S. 21ff.) wird dereinst in den Geschichtsbüchern eine ähnliche Rolle spielen wie die „magische Kugel“ beim Attentat auf JFK; die Bekennervideos, die unzerstört in den Brandruinen des Zwickauer NSU-Unterschlupfes gefunden worden sein sollen, erinnern an den unentflammbaren Reisepass eines der angeblichen 9/11-Hijacker in den geschmolzenen Fundamenten der Twin Towers; und der Doppelselbstmord von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos ist schon jetzt genauso unwahrscheinlich wie der Freitod von  Jürgen Möllemann.

Wie viele Beweise will man denn noch? Warum wird jeder rechtsradikale Rabauke als Terrorhelfer angesehen – aber „Klein Adolf“ bleibt nicht nur auf freiem Fuß, sondern arbeitet weiter im Staatsdienst? Warum liefert die Türkei den CIA-Mann Mevlüt Kar nicht aus, der ebenfalls bei der Bluttat in Heilbronn vor Ort war? Wer will, dass wir die Gefahren für unsere Demokratie ausschließlich in der ohnmächtigen Splitterpartei NPD sehen – und nicht in den mächtigen Geheimdiensten?

Angesichts der Symbiose von Terroristen und Agenten ist es kein Wunder, dass altlinke Theorien wie die vom „faschistischen Staat“ derzeit Konjunktur haben. Doch dieser Ansatz ist zu schmal. Er ignoriert, dass Geheimdienste nicht nur rechte, sondern auch linke Untergrundkämpfer unterstützt, munitioniert und gelenkt haben. Dies wird etwa beim Aufbau der Bader-Meinhof-Gruppe deutlich (vgl. S. 38), erst recht bei der Ermordung von Aldo Moro durch die Roten Brigaden und bei den Attentaten der dritten RAF-Generation.

Warum sollten Staatsagenten aber Staatsfeinden, sei es von links oder von rechts, beim Morden helfen? Die einfachste Erklärung: Weil sie dadurch mithelfen können, die gesamte Linke oder die gesamte Rechte unmöglich zu machen. Die damalige Mordbrennerei der RAF diskreditierte alle kommunistischen Gruppen,  die spätere des NSU fällt heute auf alle nationalen Strömungen zurück. Dass sich der Fokus verschoben hat, könnte mit den Interessen der USA zusammenhängen: In den siebziger Jahren kam der Antiamerikanismus von links, während die Rechte NATO-treu war. Heute hat Die Linke, wie Gregor Gysi dem US-Botschafter laut Wikileaks anvertraute, mit den USA nur noch ein Problem wegen Afghanistan, und das ist bald ausgestanden. In Punkto Syrien und Iran aber gibt sie ihren Protest nur noch brav zu Protokoll – während die Rechten immerhin gegen diese Kriege auf die Straße gehen. Dass dabei die Neonazis den Ton angeben können, während vernünftige Patrioten entsetzt zu Hause bleiben, hängt auch damit zusammen, dass unter den Radikalinskis genügend V-Leute sind, die die Irren anfeuern.

(…)
Vollständig lesen in der Print-Ausgabe COMPACT-Spezial Nr. 1

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05.07.2013

Genial

Spitzen Arbeit, gegen das Heft haben Spiegel und Co. nur Heitzwert !

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